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Presse

Uriges Fest mit drei Ziegenrassen

Auch den Geißen war heiß: Diese Tiere haben ein schattiges Plätzchen gefunden.

Hatte es beim Geißenfest im Vorjahr noch in Strömen geregnet, ließen es sich die vielen Besucher diesmal im Schatten der Festzelte und Sonnenschirme gut gehen. Schattenplätze waren begehrt, auch von der Mehrheit der hinter dem Bürgerhaus präsentierten Geißen. Lediglich den langhaarigen Walliser Ziegen schien die Hitze nicht viel auszumachen.Drei Ziegenrassen gab es diesmal beim urigen Fest der „Geißenhalter hinteres Kandertal“ zu sehen. Zum zweiten Mal stieg das Geißenfest beim Bürgerhaus Edenbach. Hierher war es verlegt worden, weil der Festschopf des Vereins am Lütschenbacher Steinbruch im Winter 2014/ 2015 unter der Schneelast zusammengebrochen war.

Wie der Vorsitzende der Geißenhalter Manfred Leuger sagte, sei die Scheune mittlerweile wieder aufgebaut, doch wolle man am Bürgerhaus als Feststandort festhalten: Hier seien Arbeitsaufwand und Kosten geringer. Zudem bietet das Bürgerhaus bei Bedarf ein schützendes Dach über dem Kopf. „Komm’ in die Halle, da ist’s kühler“, empfahl denn auch eine Festbesucherin ihrer Bekannten.
Draußen jedoch war mehr los. Bereits der Festgottesdienst, den Pfarrerin Susanne Rosskopf auf Alemannisch hielt, war gut besucht und von da an waren die vielen Bierbänke und das neue, von Hans Schaller aus Marzell gestaltete „Geißenbänkli“ gut besetzt.
„Es kommen auch viele Leute, die nicht von hier sind. Das find’ ich gut“, meinte Ingrid Waldmann. Sie hatte an ihrem Stand mit Spielzeuggeißlein und Ausstechförmchen mit Geißensilhouette das lebhafte Festgeschehen gut im Blick, ebenso wie ihre sechs Standnachbarn.
Sie hatten Regionales mit gebracht, darunter Ziegenkäse und -wurst, frühe Kirschen, Pesto, Honig, Propolis und Kerzen, Schnäpse, Liköre, bunte Stränge Mohairwolle, feine Strickschals und Muffs aus Hasenfell aus dem „Mohairland“, fein gearbeitete hölzerne Miniaturtrecker, Bollerwagen und eine stattliche Windmühle.
Nahebei war ein Korbflechter von jenseits des „Lipple“ bei der Arbeit. Viel Arbeit hatten auch die Helfer an Grill und Herd. Die Spezialitäten Geißengulasch und Geißengrillwurst fanden guten Absatz, ebenso die feinen Kuchen und Torten. Für Stimmung sorgten der Musikverein „Edelweiß“, die Kanderner Seniorenhandörgler und das Kanderner „Fürwehrchörli“ – und es gab auch eine Premiere, die bestens zu Fest und Landschaft passte: Gemeinsam boten die Kanderner Formationen das Lied von der „Lieben kleinen Schwarzwaldmarie“ dar.

Weiler Zeitung, 29.05.2017 23:00 Uhr


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